Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Neues WSA für Tide-Elbe und Nordsee gestartet!

Ausgabejahr 2021
Datum 15.03.2021

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann und der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte haben heute das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee eröffnet.

Enak Ferlemann: „Ab sofort ist das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee für einen großen, zusammenhängenden Verkehrsraum der direkte Ansprechpartner für die See-Schifffahrt. Mit der Verantwortung für die Seewasserstraßen von der dänischen Grenze bis zum Hamburger Hafen liegen nun alle Kompetenzen und Zuständigkeiten in einer Hand. Die Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraßen werden davon profitieren.“
Zum Aufgabenbereich gehören auch das schleswig-holsteinische Wattenmeer mit den Zufahrten nach Husum, Büsum, zu den Halligen und den nordfriesischen Inseln sowie die Bundeshäfen Helgoland und Hörnum. Darüber hinaus ist das Amt für die Ausschließliche Wirtschaftszone, den sog. „Entenschnabel“ zuständig. Im Revier liegt auch die einzige Hochseeinsel Helgoland.
Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte: „Die Beschäftigten des neuen Amtes sind für ein wichtiges und anspruchsvolles Revier zuständig. Mit der Neustrukturierung wurden auch die hohen ökologischen Kompetenzen für diese sensible Region gebündelt. Das bietet beste Voraussetzungen für eine sichere Schifffahrt und den Schutz der Umwelt.“
Das neue WSA betreibt mit dem Eidersperrwerk das größte deutsche Küstenschutzbauwerk und unterhält rund 130 km Tideelbe, die Nebenflüsse der Unterelbe mit rund 120 km und 110 km Eider. Zu den Aufgaben zählt auch der Betrieb des Oste-Sperrwerks, der Schleuse Lexfähre und des Siels Nordfeld. Weiter ist das neue Amt verantwortlich für 80 Leuchttürme und die beiden Verkehrszentralen in Cuxhaven und Brunsbüttel, die für einen flüssigen und reibungslosen Schiffsverkehr auf der Unter- und Außenelbe sorgen.
Insgesamt führt das Amt 23 Schiffe, darunter das Mehrzweckschiff Neuwerk, zwei Tonnenleger und vier Peilschiffe.
Am Standort Cuxhaven ist das Maritime Sicherheitszentrum beheimatet. Die administrativen Angelegenheiten dieser Bund-Länder-Einrichtung werden
vom WSA Elbe-Nordsee wahrgenommen.
Das neue Amt geht aus den Wasserstraßen- und Schifffahrtsämtern Hamburg, Cuxhaven und Tönning hervor. Diese drei Standorte bleiben erhalten. Leiter des neuen WSA Elbe-Nordsee ist Bernhard Meyer. Er führte bereits über 22 Jahre lang das WSA Cuxhaven.
Bernhard Meyer: „Die neu geschaffenen Synergien ermöglichen ein einheitliches und effizientes Handeln in dem stark befahrenen Elberevier und in einer touristisch wichtigen Region. Die rund 700 Beschäftigen haben an dem Prozess engagiert und intensiv mitgearbeitet. Wir sind gut vorbereitet für die anstehenden Aufgaben.“
Die Reform der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV-Reform) ist eine der größten Verwaltungsreformen der vergangenen vier Jahrzehnte. Bundesweit werden 39 Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter zu 17 neuen Ämtern zusammengeführt.
Bereits umgesetzt ist die Neuorganisation der wasserstraßenbezogenen Aufgaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und die Zusammenlegung der früheren sieben Wasser- und Schifffahrtsdirektionen zu einer Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn. Die Aufgaben und Kompetenzen im Binnen- und Küstenbereich liegen nun in einer zentralen Behörde. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der WSV nachhaltig zu steigern.