Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Neues Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt für die Westdeutschen Kanäle eröffnet!

Ausgabejahr 2020
Datum 26.11.2020

Ab sofort liegt die Verantwortung für die Westdeutschen Kanäle in einer Hand. Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, hat heute das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Westdeutsche Kanäle eröffnet. Im Rahmen der Reform der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) startet damit das 13te neu strukturierte Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte: „Die rund 800 Beschäftigten des neuen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes sind jetzt für eines der wichtigsten deutschen Verkehrsgebiete verantwortlich. Mit der Neustrukturierung wurden starke Synergien geschaffen, die zu noch effizienteren Arbeitsabläufen führen. Damit sind die Weichen für die Zukunft gestellt.“

Zum Zuständigkeitsbereich des neuen Amtes zählen 300 Kilometer Kanal-und 50 Kilometer Flussstrecke, vom Rhein bis zum Emsland. An diesen Strecken liegen insgesamt 630 Bauwerke, u.a. 230 Brücken, rund 140 Düker, über 40 Schleusenkammern und über ein Dutzend Pumpwerke. Darüber hinaus ist das Amt verantwortlich für die Fernsteuerzentrale Wasserversorgung in Datteln und das Kompetenzzentrum für das Taucherwesen in Hörstel.
Für die Ausbaumaßnahmen am Dortmund-Ems-Kanal, Rhein-Herne-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal und Wesel-Datteln-Kanal investiert die WSV in den kommenden Jahren über 1,7 Mrd. Euro.

Das neue Amt geht aus den Wasserstraßen- und Schifffahrtsämtern Duis-burg-Meiderich und Rheine hervor. Diese beiden Standorte bleiben erhalten. Leiter des neuen WSA Westdeutsche Kanäle ist Ulrich Wieching. Er führte bereits 13 Jahre lang das WSA Rheine und seit über einem Jahr kommissarisch auch das WSA Duisburg-Meiderich.

Ulrich Wieching: „Zwei Ämter mit einer über 100jährigen Tradition sind jetzt zu einem großen Amt zusammengeführt worden, das für die Wasserstraßen vom Rhein bis zum Emsland verantwortlich ist. Bereits die Vorbereitung des Zusammenschlusses zeigte ein hohes gemeinsames Engagement. Mit den gebündelten Kompetenzen sind wir ein starker Dienstleister für unsere Kunden im Westdeutschen Kanalnetz!“

Die Reform der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV-Reform) ist eine der größten Verwaltungsreformen der vergangenen vier Jahrzehnte. Bundesweit werden 39 Wasserstraßen- und Schifffahrts-ämter zu 17 neuen Ämtern zusammengeführt.

Bereits umgesetzt ist die Neuorganisation der wasserstraßenbezogenen Aufgaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und die Zusammenlegung der früheren sieben Wasser- und Schiff-fahrtsdirektionen zu einer Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn. Die Aufgaben und Kompetenzen im Binnen- und Küstenbereich liegen nun in einer zentralen Behörde. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der WSV nachhaltig zu steigern.

In den vergangenen beiden Legislaturperioden des Deutschen Bundestages wurden die Investitionen in den Erhalt und Ausbau der Wasserstra-ßeninfrastruktur deutlich erhöht. Darüber hinaus erhielt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes zusätzliches Personal für wichtige Investitionsmaßnahmen.