Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Wichtiger Meilenstein für die Grundinstandsetzung der Schleusen im Finowkanal erreicht - Finanzierungsvereinbarung mit dem Bund unterzeichnet!

Ausgabejahr 2020
Datum 19.11.2020

Mit der jetzt unterzeichneten Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Bund, vertreten durch die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) und dem Zweckverband Region Finowkanal wurde besiegelt, worauf sich die Partner in intensiven Gesprächen seit 2019 verständigt haben.
Übereinstimmendes Ziel ist der Erhalt der dauerhaften und durchgehenden Schiffbarkeit des Finowkanals für den Bootsverkehr. Die dauerhafte Nutzung des Finowkanals als attraktive Freizeitwasserstraße sichert nachhaltige wassertouristische und wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten für die Kommunen in der Region und den Landkreis.

Darüber hinaus kommt dem Finowkanal eine zentrale Bedeutung bei der Vernetzung der einzigartigen Wassersportregion im Norden Brandenburgs zu.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der GDWS: „Mit der Übernahme der Schleusen durch den Zweckverband Region Finowkanal wird die Sport- und Freizeitschifffahrt in der Region nachhaltig gesichert. Diese Entwicklung unterstützen wir, indem wir die Hälfte der Sanierungskosten der Schleusen übernehmen.“

Der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Landrat Daniel Kurth betont, dass dieser entscheidende Meilenstein nur erreicht werden konnte, weil Bund, Land und Zweck-verband an einem Strang ziehen und sehr konstruktiv im Interesse der Sache zusammenwirken. Nur so sind solche großen wassertouristischen Projekte überhaupt stemmbar.

Nach der Zusage des Bundes zur Finanzierung von 100 % der erforderlichen Vorplanungskosten übernimmt der Bund jetzt auch 50 % aller Bauleitungs-, Planungs- und Baukosten.
Der letzte noch ausstehende Finanzierungsbaustein zur Sicherung der Gesamtfinanzierung ist die Bereitstellung von Fördermitteln des Landes Brandenburg. Die Beteiligten gehen in Abstimmung mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) davon aus, dass der Zuwendungsbescheid noch in diesem Jahr erteilt wird.

Der Zweckverband, so berichtet der neue Vorsteher des Verbandes, Dr. Adolf Maria Kopp, wird auf dieser Grundlage zunächst die ersten sechs Schleusen des Finowkanals vom Bund übernehmen. Nach deren Grundinstandsetzung sollen die weiteren sechs Schleusen folgen, so dass die dauerhafte Nutzbarkeit für den Bootsverkehr langfristig gesichert ist.
Zudem übernimmt der Zweckverband das Management zweier beweglicher Brücken des Bundes. Die Unterhaltung der Kanalstrecken des Finowkanals verbleibt dagegen wie bisher beim Bund.
Zielstellung des Verbandes ist es, Ende 2021 die Bauverträge für die Grundinstand-setzungsmaßnahmen für die ersten sechs Schleusen abzuschließen.