Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Jahresbilanz Nord-Ostsee-Kanal 2019

Ausgabejahr 2020
Datum 24.01.2020

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 83.476.501 Tonnen Ladung auf dem Nord-Ostsee-Kanal transportiert - das sind 4,59 Prozent weniger als im Vorjahr 2018 (87.489.053 Tonnen).


Insgesamt haben den Nord-Ostsee-Kanal im vergangenen Jahr 28.797 Schiffe befahren. Das sind pro Tag durchschnittlich 78 Schiffe. 2018 waren es 30.009 Schiffe.

Gleichbleibend ist die Zahl der Sportboote, die mit rund 12.000 den Nord-Ostsee-Kanal jährlich nutzen.

Bei den Verkehrszahlen des Jahres 2019 spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. So fiel beispielsweise die konjunkturelle Entwicklung im Ostseeraum mit Wachstumsraten beim Brutto-Inlandsprodukt von überwiegend ein bis zwei Prozent schwächer aus als in den Vorjahren. Die für die Routenwahl der NOK-Schiffe wichtigen Faktoren wie niedrige Bunkerpreise und Frachtraten im Nord-Ostseeverkehr begünstigten die Fahrt um Skagen.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Wir investieren in die Leistungsfähigkeit dieser bedeutenden internationalen Wasserstraße und rüsten den Kanal für die Zukunft. Die ausgebaute Oststrecke vor Kiel wird der Schifffahrt deutliche Vorteile bringen. Die wichtigen Maßnahmen zum Erhalt und Ausbau des Kanals setzen wir auch in den kommenden Jahren konsequent fort.“

Im Durchgangsverkehr wurden auf 20.069 Schiffen (2018: 20.882) 76.810.252 Tonnen (2018: 80.857.875) Ladung transportiert. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 813 Schiffe weniger und 4.047.623 Tonnen Ladung weniger!

Die BRZ lag 2019 bei 115.852.121 (2018:121.101.568).

Im Teilstreckenverkehr, dem Schiffsverkehr zu den Häfen innerhalb des Nord-Ostsee-Kanals, waren 8.728 Schiffe unterwegs (2018: 9.127), die 6.666.249 Tonnen Ladung beförderten (2018: 6.631.178).
Das sind 35.071 Tonnen Ladung mehr als im vergangen Jahr.
Die BRZ lag bei 11.762.982 (BRZ 2018: 11.588.478).
Dies belegt erneut die große wirtschaftliche Bedeutung der Kanalhäfen in Schleswig-Holstein und zeigt den Trend auf, größere Schiffseinheiten auch im Verkehr zu diesen Häfen einzusetzen.

In Folge des Russland-Embargos ist der Schiffsverkehr von und zu den russischen Häfen weiterhin rückläufig. 2019 lag die Anzahl der Schiffe von und nach Russland bei 2.200 Schiffen. Das sind im Vergleich zum Vorjahr
3,64 Prozent weniger. Wurden 2018 im Russlandverkehr noch rund 12,8 Mio. Tonnen transportiert, waren es 2019 rund 12,2 Mio. Tonnen.