Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Gemeinsam für die Zukunft der Eider!

Datum 28.01.2019

Heute wurde in der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt eine Kooperation zwischen der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die WSV, dem Land Schleswig-Holstein und den zuständigen Wasser-und Bodenverbänden (Eider-Treene-Verband, DHSV Dithmarschen und DHSV Eiderstedt) unterzeichnet.

 Thies Peters  ( DHSV Eider),  Sönke Thomsen (Eider-Treene-Verband), Dr. Johannes Oelerich  (WWA) (hinten),  Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, GDWS, Peter von Hemm  (DHSV Dithmarschen) Zukunft Eider von links nach rechts: Thies Peters, Stellvertretender Oberdeichgraf DHSV Eider Sönke Thomsen, Oberdeichgraf, Eider-Treene-Verband Dr. Johannes Oelerich, Leiter der Abteilung 4, Wasserwirtschaft, Meeres- und Küstenschutz im MELUND SH (hinten) Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Peter von Hemm, Hauptverbandsvorsteher, DHSV Dithmarschen


Ziel ist es, den Veränderungen in den Gewässersystemen von Eider und Treene begegnen zu können. Denn diese erschweren zunehmend auch die Entwässerung des Hinterlandes und beeinträchtigen die Schifffahrt auf der Bundeswasserstraße Eider. Die Projektleitung übernimmt das WSA Tönning.

Seit mehreren Jahrzehnten sind in den Gewässersystemen von Eider und Treene deutliche Veränderungen zu beobachten, z.B. Sedimentein-trag in der Tideeider. Dies führt dazu, dass sich u.a. Gewässerprofile und das natürliche Gefälle verringern.

Prof. Dr.-Ing. Hans –Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Mit Computermodellen wollen wir die sichtbaren Veränderungen im Gewässersystem Eider-Treene genau erfassen. Ziel ist es, die Tideeider so zu entwickeln, dass auch in Zukunft effektiv entwässert werden kann und auch die Schifffahrt eine verlässliche Perspektive hat. Das bedeutet für uns beispielsweise auch die Betriebsabläufe des Eidersperrwerks und der Anlagen Nordfeld und Friedrichstadt zu optimieren.“

Betrachtet werden zudem mögliche Auswirkungen des Klimawandels -veränderte Niederschläge und ein beschleunigter Anstieg des Meeresspiegels, was langfristig anpasste Maßnahmen erfordert. Dies betrifft beispielsweise die Entwässerung des Binnenlandes und die Gewährleistung der Sturmflutsicherheit.

Dr. Johannes Oelerich, Leiter der Abteilung 4, Wasserwirtschaft, Meeres- und Küstenschutz im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein:
„Mit der heute vorgenommenen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung wird zum Ausdruck gebracht, dass sich der Bund mit seiner Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung gemeinsam mit den für die Entwässerung und den Hochwasserschutz verantwortlichen Wasser- und Bodenverbänden sowie mit dem für den Küstenschutz zuständigen Land der Frage annimmt, wie Sturmflutsicherheit, Entwässerung und Schifffahrt auch in Zeiten des Klimawandels sicher gestellt werden können.
Bei der Entwicklung von Lösungsansätzen bauen wir auch auf die Expertise der wissenschaftlichen Oberbehörden des Bundes.“

Damit möglichst frühzeitig mit passenden Maßnahmen reagiert werden kann, soll ein Vorhersagemodell für prognostizierte Wassermengen aufgebaut werden.

Sönke Thomsen, Oberdeichgraf des Eider-Treene-Verbandes:
„Die Entwässerung des rund 2.120 km² großen Einzugsgebietes der Eider mit ihren Nebenflüssen ist von einem funktionierenden Gewässersystem abhängig. Die Wasser- und Bodenverbände haben deshalb ein vitales Interesse daran, sich zusammen mit den Projektpartnern von Bund und Land in dem Projekt „Zukunft Eider“ zu engagieren.
Bereits bestehende Probleme, aber auch die zukünftigen Herausforderungen erfordern aktives Handeln - der Grundstein dafür wird heute
gelegt.“

Gemeinsam mit allen Projektpartnern und begleitet durch die Bundesanstalt für Wasserbau und die Bundesanstalt für Gewässerkunde werden im Projekt „Zukunft Eider“ verschiedene Entwicklungen des Gewässersystems untersucht, um daraus wasserwirtschaftliche und wasserbauli-che Handlungsoptionen abzuleiten.

Die Projektpartner haben sich heute auf eine rund fünfjährige Zusammenarbeit verständigt.