Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Der Ausbau des Mittellandkanals in Haldensleben ist geschafft!

Datum 30.08.2018

Jetzt können moderne und leistungsstarke Großmotor-Güterschiffe mit einer Länge bis 110 m und Schubverbände bis 185 m durchgehend die Strecke zwischen Wolfsburg und Magdeburg mit einer Abladetiefe von 2,80 m sicher und wirtschaftlich befahren. Mit der Fertigstellung der letzten von insgesamt 50 Brücken ist bereits seit 2010 die gesamte Osthaltung des Mittellandkanals mit einer Durchfahrtshöhe von 5,25 m und damit von zweilagigen Containerschiffen befahrbar.

Mit der Vollendung des Streckenabschnittes „Althaldensleben“ ist der Ausbau des Mittellandkanals im Raum Haldensleben beendet. Nach den Ausbaulosen „Liegestelle/Südhafen“ und „Stadtstrecke“ ist nun auch der östliche Bereich in Althaldensleben fertiggestellt. Der letzte Abschnitt war in dieser Region der schwierigste, weil die komplexe Ablaufplanung zum Abbruch des Beber-Dükers und die aufwendige Baustellenlogistik exakt aufeinander abgestimmt werden mussten.

Mit der Fertigstellung des Streckenabschnittes „Althaldensleben“ ist der Ausbau des Mittellandkanals im Raum Haldensleben beendet. Nach den Ausbaulosen „Liegestelle/Südhafen“ und „Stadtstrecke“ ist nun auch der östliche Bereich in Althaldensleben fertiggestellt. Der letzte Abschnitt war in dieser Region der schwierigste, weil die komplexe Ablaufplanung zum Abbruch des Beber-Dükers und die aufwendige Baustellenlogistik exakt aufeinander abgestimmt werden mussten.as Wasserstraßen-Neubauamt hatte den Bauablauf detailliert vorgegeben, damit die Schifffahrt auch während der Bauzeit den Bereich problemlos einschiffig passieren konnte. Zunächst wurde der große Düker für die Beber neu gebaut, denn für die Vertiefung und Verbreiterung des Kanals mussten die vorhandenen, alten Dükerrohre entfernt werden. Der Abfluss der Beber über die neuen Rohre musste ebenfalls vorab gewährleistet sein. Die alten Dükerrohre wurden in riesigen Baugruben abgebrochen und beseitigt. Der Bereich musste im Kanal mit sehr stabilen Leitvorrichtungen für die Schifffahrt gesichert werden. So konnten die Bauarbeiter gefahrlos arbeiten und die Schifffahrt trotzdem fahren.

Zum Abschluss wurden erst die Süd- und dann die Nordseite des Kanals ausgebaut. Ein gigantischer Wasserbauzug bestehend aus mehreren Baggern auf Pontons und Schüttgerüsten für die Wasserbausteine zur Sohl- und Ufersicherung kam zum Einsatz. Die Firma Bunte aus Papenburg hat den Bauauftrag in einer dreijährigen Bauzeit erfolgreich ausgeführt. Der geschätzte Kostenrahmen von ca. 32 Mio € wurde eingehalten.

Für diese Maßnahme konnte das WNA erfolgreich EU-Mittel von ca. 6 Mio € einwerben, weil dieser Abschnitt von hoher verkehrspolitischer Bedeutung ist.

Insgesamt sind Investitionen von rd. 800 Mill. € in die rd. 80 km lange Kanalstrecke von Sülfeld bis zum Wasserstraßenkreuz Magdeburg geflossen.

Sebastian Putz, Eckhard Kurfeld, Harald Grote, Susanne Friederichs, Sabine Wendler, Hans Walker, Helmut Renze, Heinz-Josef Joeris